Für den Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen brauchen wir einen Ansatz, der der speziellen Situation dieser jungen Menschen gerecht wird.

Umgang mit traumatisierten Menschen:
„…Unterstützung traumatisierter Menschen zielt nun darauf ab, die Flexibilität derjenigen Prozesse wieder zu fördern, die für die Bildung von Modellen über die Wirklichkeit verantwortlich sind. Gelingt dies - trotz des Rückschlags im traumatischen Schock -, wird die traumatische Erfahrung in die Modelle der Wirklichkeit integrierbar und damit der Schaden, den das Trauma anrichtete, sogar in einen persönlichen Fortschritt umgewandelt…”
(Aus: Leben nach dem Trauma - Über den therapeutischen Umgang mit dem Entsetzen” von Willi Butollo, Marion Krüsmann, Maria Hagl, Verlag Pfeiffer bei Klett-Cotta)

Unabhängig von Ihrem Alter brauchen traumatisierte Menschen einen hoch verlässlichen Bezugsrahmen, der Ihnen eine Struktur und Orientierung bietet und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit gibt, eigene Fähigkeiten zu entwickeln, bzw. wieder zu entdecken und eine neues, realistisches Modell der Welt aufzubauen.

Der im Jean-Itard-Zentrum, Kinder- und Jugendtherapeutikum genutzte Ansatz ist

  • systemisch
  • ganzheitlich
  • ressourcenorientiert

Konkret bedeutet dies, dass wir davon ausgehen, dass jedes Kind Eigenschaften und Fähigkeiten hat, die sich als Ressourcen nutzen und ausbauen lassen (Ressourcenorientierung). Diese Ressourcen wollen wir stärken, erweitern und bewusst machen. Dabei liegt der Fokus unserer Arbeit nicht auf den problematischen Verhaltensmustern des betroffenen Kindes, sondern bezieht alle Lebensbereiche, wie z.B. Freizeit, Schule, Ernährung, Bewegung und Soziale Kontakte mit ein (ganzheitliches Vorgehen). Darüber hinaus haben wir es uns zum Ziel gesetzt, das Elternhaus bzw. die Herkunftsfamilie in den Prozess mit einzubinden (systemisches Vorgehen) und damit neben den Ressourcen des Kindes / Jugendlichen auch die des Familiensystems zu stärken und auszubauen (vergleiche Systemische Elternarbeit).